Künstliche Intelligenz – Einsatzmöglichkeiten in den nächsten Jahren

künstliche IntelligenzDas Gehirn des Menschen ist ein komplexes System und schwer durchschaubar.  Gerade mal 2kg vom Körpergewicht macht es aus, dafür ist es mit etwa 100 Milliarden Nervenzellen bestens gerüstet. Lässt sich ein derart vielschichtiges menschliches Organ nachbilden? Das Forschungsgebiet „Künstliche Intelligenz“ versucht, menschliche Wahrnehmung und menschliches Handeln durch Maschinen zu rekonstruieren.  Die Ursprünge liegen in der Informatik. Dort hatte man anfangs untersucht, wie man durch die Zuhilfenahme von Computern Probleme löst, die Intelligenz als Bedingung fordern. 1956 hielt wurde eine  Konferenz in Dartmouth (USA) abgehalten, während der unter John McCarthy der Begriff „artificial intelligence“.  Anschließend ins Deutsche übersetzt, gingen Teile der korrekten Bedeutung verloren. „artifical“ meint nämlich nicht nur „künstlich“, sondern auch „unecht“, „erkünstelt“ und das Wort „intelligence“ bedeutet weitaus mehr, zum Beispiel auch „Information“, „Nachricht“,  als das deutsche Nomen „Intelligenz“. So verleitet die Bezeichnung „künstliche Inteligenz“ teilweise zu verfälschten Annahmen. Viele fühlen sich zum Beispiel an einen Sciene Fiction Roman erinnert.

Wie hat sich die Forschung zur künstlichen Intelligenz entwickelt?

Mit der Frage, inwiefern intelligentes Verhalten eines Menschen wirklich mit dem einer Maschine verglichen werden kann, beschäftigte sich 1950 schon der englische Mathematiker Alan M. Turing. In seinem sogenannten Turing-Test erhielt, überprüft man, wie ein Gesprächspartner auf an ihn gerichtete Fragen reagiert. Einerseits wird ein Mensch, anderseits eine Maschine getestet. Die Kommunikation läuft ohne Blickkontakt über ein Computerterminal ab. Die Testperson, die beide befragt, muss herausfinden, welcher Partner die Maschine und welcher der Mensch ist. Wenn dem Computer ein Täuschungsversuch gelingt, gilt er als intelligent. Bis heute blieb der Turing-Test für die Maschinen ohne Erfolg und ist umstritten. Nichtsdestotrotz hat sich die die Forschung weiter entwickelt. Was einmal als Wissenschaft der Informatik anfing, hat sich im Laufe der Zeit zur Erkundung des menschlichen Denkens ausgebildet. Bis zum heutigen Tag ist es den Forschern nicht möglich, die Leistungen des menschlichen Gehirns bis ins Detail verfolgen zu können, um diese dann an den Maschinen eins zu eins abzubilden. Am schwersten fällt die Verarbeitung der Sprache. Um selbst kleinste Anweisungen durchführen zu können, ist ein hoch vertrackter maschineller Vorgang erforderlich. Mittlerweile setzt man den Fokus lieber auf kleinere Unterbereiche, um größere Erfolge erzielen zu können. Allerdings ist das nur mit dem ständigen Austausch der unterschiedlichen Disziplinen möglich.

Wo wurde künstliche Intelligenz bereits angewendet?

Künstliche Intelligenz kann bereits in sehr vielen verschiedenen Bereichen erfolgreich eingesetzt werden. Vor Allem in kleineren Unterbereichen bietet der Einsatz gute Ergebnisse. Im Alltag fällt es uns oft gar nicht auf.

Sehr wirkungsvolle Ergebnisse kann die Künstliche Intelligenz im Bereich der Medizin leisten. Wenn Operationen anstehen, bei denen bestimmte Handlungsschritte millimetergenaue Arbeit erfordern, sind Roboter die besseren Handlanger. Ihre Arbeit ist weitaus präziser als die eines Chirurgs. Auch in der Logistik sowie in der Automobilindustrie lässt man Roboter mittlerweile erfolgreich eine Vielzahl an Arbeitsschritten übernehmen. Gerade, wenn Aufgaben auf der Tagesordnung stehen, die den Menschen gefährden könnten, ist es sehr nützlich. So erledigen die Automaten zum Beispiel bestimmte Arbeitsschritte während des Lackierens oder Schweißens.

Was jedem wohl sofort in den Sinn kommt, ist natürlich auch künstliche Intelligenz in Spielen. Statt Puppe und Holzklötzen finden sich heutzutage in vielen Kinderzimmern süße Roboter in Miniatur-Form, Computerprogramme und Spielzeuge zum Programmieren und Lernen. Das Tamagotchi dürfte wohl noch vielen ein Begriff sein, aber nun gibt es sogar schon Roboter-Hunde wie AIBO. Mit diesem können die Kinder Videos aufnehmen und CD´s abspielen, man muss ihm nur das Cover zeigen.

Abseits der bereits vorhandenen Roboter im Alltag, gab es auch in anderen Gebieten große Erfolge der künstlichen Intelligenz wie zum Beispiel in der  mathematischen Symbolverarbeitung, beim Beweisen von mathematischen und logischen Sätzen und darüber hinaus auch bei Expertensystemen. Diese können ihre Problemlösung durch Nennung des benutzten Wissens erläutern. Sie und sind in ihrem Anwendungsgebiet hoch leistungsfähig, da sie über komfortable Benutzerschnittstellen verfügen. MYCN  ist eines der bekanntesten Expertensysteme und unterstützt die  Diagnose- und Therapieentscheidungen bei Meningitis und Blutinfektionskrankheiten. Mithilfer einer Untersuchung konnte man anschließend feststellen, dass die Entscheidungen des Roboters gleichwertig waren wie die des Experten. Nachdem allerdings viele Prognosen letzten Endes nicht eingehalten werden konnten, kämpfte der Forschungsbereich der künstlichen Intelligenz um Beachtung.

Anwendungsgebiete künstlicher Intelligenz bisher:

  • Medizin, zb präzise Millimeterarbeit bei Operationen
  • Logistik
  • Automobilindustrie, gefährliche Aufgaben zb beim Schweißen
  • Spielzeug für Kinder, z.B. Tamagotchi
  • Mathematische Symbolverarbeitung
  • Beweisen von logischen und mathematischen Sätzen
  • Expertensysteme, noch ausbaufähig

Welche Erfolgsaussichten gibt es für den zukünftigen Einsatz Künstlicher Intelligenz?

Mittlerweile wurden die Dämpfer allerdings wieder behoben und es konnten sich einige weitere Unter Disziplinen herausbilden zum Beispiel spezielle Sprachen und Konzepte zur Präsentation und Anwendung von Wissen, maschinelle Lernverfahren sowie Modelle um Revidierbarkeit, Unsicherheit und Ungenauigkeit als differenzierte Aspekte des Wissens zu betrachten. Von Erfolg gekrönt war bisher der Gebrauch in den Bereichen natürlich-sprachliche Schnittstellen, Fuzzy-Logik, Robotik,  und künstliche neuronale Netze. Gerade durch die Fuzzy-Logik und die künstlichen neuronalen Netze konnte man einen Wandel des Schemas im Bereich der künstlichen Intelligenz feststellen. Man ist der Ansicht, dass  zukünftig auch in der Finanzbranche einschlägige Veränderungen stattfinden werden. Denn künstliche Intelligenz könnte eine lukrative Anlageoption für diejenigen sein, die auf längere Zeit planen. Schutz und Sicherheit sind dabei Priorität Nummer eins. Weitere News im Bereich der künstlichen Intelligenz ist der Fortschritt von Apple. Die Firma hat weitere Unterfirmen übernommen, die sich damit beschäftigen wie zum Beispiel der smarte Spracherkennungsdienst VocalIQ. Es soll auch weiterhin gewährleistet werden können, dass es nicht notwendig ist, Nutzerdaten zur Untersuchung in die Cloud zu senden.

Zukünftige Erfolgsaussichten u.a:

  • Verbesserungen der Expertensysteme
  • Entwicklung eines neuen, leistungsstärken Chips durch die Firma Intel
  • Künstliche Intelligenz wird an den Kapitalmärkten Einzug erhalten
  • Mehr Einsatz von Robotern im Berufsleben

Bei all den berauschenden technischen Neuerungen sollte man sich allerdings auch die Frage stellen, wie weit man gehen möchte. Welchen Platz sollen Roboter in der Gesellschaft zukünftig einnehmen? Stehlen Sie uns die Jobs, wenn sie Vorgänger präziser und leistungsstärker ausführen können? Experten sind der Meinung, dass Automaten schon bald menschliche Mitarbeiter aus ihren Positionen im Beruf verdrängen werden und das würde dann langfristig zu sozialen Problemen führen. Momentan scheint der Stand der Technik allerdings noch nicht auszureichen, dass wirklich gravierende gesellschaftliche Folgen entstehen. Die Entwicklung für die Zukunft kann nicht in Stein gemeißelt werden, denn der Fortschritt ist da und das jeden Tag.